In den 70er Jahren entwickelte die Volkspolizei der DDR die Methode der Geruchsdifferenzierung. Ab den 80er Jahren baute das Ministerium für Staatssicherheit dafür ein Geruchsarchiv mit Proben von Dissidenten auf. Die Konservierung erfolgte mittels steriler Stoff-
tücher, welche in luftdicht verschlossenen Gläsern aufbewahrt wurden. Speziell ausgebildete Differen-
zierungshunde waren in der Lage, diese Gerüche zu vergleichen und den Kreis von verdächtigen Personen einzuengen.

Aber wer in der DDR aufgewachsen ist, weiß, dass es nur einige Gerüche wirklich wert sind, aufbewahrt zu werden. Neben den Duft-Schönheiten von eben gemähtem Gras oder frisch gewaschener Luft nach einem Sommerregen gibt es zwei Gerüche, die man niemals vergessen, aber auch nie wieder riechen wird.

Hierbei handelt es sich um das Öffnen eines Westpaketes und das Betreten eines Intershops!

Wer heutzutage auch nur einen Hauch dieser besonderen Mischung erspäht, befindet sich in Bruchteilen von Sekunden auf einer olfaktorischen Zeitreise.

Als Mahnung, Kunstobjekt und Zeitmaschine gibt es hier original nachempfun-
dene Geruchskonserven zur Verschönerung der eigenen Schrankwand, zum Ver-
schenken, Weitersagen
oder einfach nur zum
immer wieder Öffnen!